© Claudia Madlener
Wir haben mit Tine Wesp und Ismet Doymaz über den Wiener Schmuckmarkt, Designprozesse und die Faktoren gesprochen, die sie in ihre Schmuckstücke einfließen lassen.
Wie sind Sie zum Schmuckdesign gekommen?
Wir haben großes Interesse an Kunst und Kunstgeschichte und haben immer Museumsstücke bewundert. Irgendwann haben wir angefangen, uns die Herstellungstechniken anzueignen und Designs selbst anzufertigen.
Haben Sie sich mit dem Schmuckgeschäft einen persönlichen Lebenstraum erfüllt?
Selbstständig zu sein ist für uns eine große Freiheit. Natürlich ist es auch eine große Verantwortung. Aber von einem eigenen Geschäft leben zu können und schöne Dinge herzustellen, die Menschen glücklich machen, ist ein wunderbares Gefühl. Wenn neue Kundinnen oder Kunden kommen und erzählen, jemand hat uns empfohlen, ist das jedes Mal ein Glücksmoment für uns.
Haben Sie das Gefühl, dass in Wien handgefertigter Schmuck in einer leistbaren Kategorie selten zu bekommen ist?
Ja und genau das ist ja das Besondere an unserem Konzept: Dass wir für jedes Budget ein Designstück anbieten können.
Welche Prozesse gibt es beim Designen von Anfang bis Ende?.
Die Idee kommt entweder von einer Kundin oder einem Kunden oder von uns, danach denken wir über die Umsetzung und das passende Material nach sowie das Budget. Schließlich geht es in den Herstellungsprozess, das ist je nach Schmuckstück sehr individuell und man kann schwer einen allgemein gültigen Prozess beschreiben.
© Claudia Madlener
Woher nehmen Sie die Inspiration?
Überall her: die Kunst, Museen, die Natur. Viele Ideen entstehen auch während der Schmuckherstellung, wie Materialien und Farben miteinander harmonieren.
Wo bekommen Sie die „naturbelassenen“ Materialien her und worum handelt es sich dabei konkret?
Die Metalle lassen sich hier in Österreich bei Ögussa besorgen, die auf nachhaltige Gewinnung achten. Unsere Steine und Perlen kommen aus verschiedenen internationalen Quellen, wobei wir darauf achten, vertrauenswürdige und transparente Händlerinnen und Händler zu unterstützen.
Was ist das (aktuell) günstigste und teuerste Schmuckteil im Geschäft?
Wir haben zarte Ringe und kleine Ohrstecker ab 39 Euro, nach oben ist es offen. Gerade haben wir besondere kleine Kunstwerke, Ringe, die aus vielen Teilen zusammengesetzt und mit Edelsteinen besetzt und kunstvoll emailliert sind. Da liegt der Preis bei bis zu 649 Euro.
Können Sie uns beschreiben, welche ausgefallene Teile Sie als Auftragsarbeit gemacht haben?
Wir haben kürzlich für eine Kundin, die aus Buthan kleine Gebetsrollen mitgebracht hat, diese zu Ohrringen verarbeitet.
Gibt es Ziele oder Pläne, die Sie mit Ihrem Geschäft haben?
Kurzfristig oder langfristig.
Wir möchten weiterhin einfach Menschen glücklich machen. Zufriedene und immer wieder kommende Kundinnen und Kunden sind für uns das größte Kompliment.
IST Jewellery
Operngasse 32
1040 Wien
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